Lehrveranstaltungen SS 2017

Univ.-Prof. Dr. Dr. Ludger Müller

Institut für Kirchenrecht

 

Im Sommersemester 2017 halte ich folgende Lehrveranstaltung/en:

 

010031 VO - Grundkurs Kirchenrecht II - Theologische Grundlegung kirchlichen Rechts und kirchliches Verkündigungsrecht
3 Ects, 2 SemStd
Prüfungsimmanent: nein - Unterrichtssprache: Deutsch

Diese Vorlesung findet sich auch auf der Lernplattform moodle

Erster Termin: 01.03.2017, letzter Termin: 28.06.2017

Termine:
MI wtl vom 01.03.2017 bis 28.06.2017 15.00-16.30 Ort: Hörsaal 46  Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8

Inhalt:
 Seit der Infragestellung der Legitimität des Kirchenrechts durch Rudolph Sohm
(gest. 1917) ist der Aufweis, daß das Kirchenrecht zum Wesen der Kirche gehört, durch die theologische Grundlegung des kirchlichen Rechts plausibel zu machen. Auf dieser Basis konkretisiert sich die Verkündigung des Wortes Gottes als ein Wesensvollzug der Kirche. Um sicherzustellen, daß die Verkündigung der Kirche bei aller notwendigen Bemühung um eine zeitgemäße Sprache mit dem identisch ist, was ihr als Wort Gottes anvertraut wurde, bedient sich die Kirche auch rechtlicher Mittel. In der Vorlesung über das kirchliche Verkündigungsrecht werden die folgenden Fragenbereiche angesprochen:
- Wie stellt sich das Beziehungsverhältnis von kirchlicher Autorität und Glaubenssinn des Gottesvolkes in rechtlicher Perspektive dar?
- Wer kann im Namen der Kirche sprechen?
- Welche Regelungen gelten für Predigt, Katechese und Missionstätigkeit der Kirche?
- Welche rechtlichen Mittel zur Sicherung des Glaubensgehaltes gibt es? 

Ziele:
Kenntnis der wichtigsten Argumente für und wider die Legitimation der kirchlichen Rechtsordnung und Befähigung zur kritischen Auseinandersetzung mit diesen Argumenten.

Kenntnis der Grundlagen und rechtlichen Ausgestaltung des kirchlichen Verkündigungsrechts sowie Sensibilisierung für die rechtliche Dimension kirchlicher Verkündigungstätigkeit.

Methoden:
Vorlesung mit ausführlicher Möglichkeit zu Rückfragen und Diskussion; zu jeder Vorlesung werden Arbeitsblätter mit thematischer Übersicht und bibliographischen Hinweisen ausgeteilt.

Literatur:
CIC/1983 (Lat./dt.), 7. Aufl., Kevelaer 2012;
CCEO/1990 (Lat./dt.), Paderborn 2000;
Aymans/Mörsdorf, Kanonisches Recht, I (1991);
Aymans/Mörsdorf, Kanonisches Recht I (1991), 25-38, Kanonisches Recht III (1997),
3-93;
Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hrsg. von J. Listl/H. Schmitz, Regensburg ²1999;
P. Krämer, Kirchenrecht I, Stuttgart, Berlin, Köln 1992;
L. Gerosa, Das Recht der Kirche, Paderborn 1995 (AMATECA 12);
Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hrsg. von Joseph Listl/Heribert Schmitz, Regensburg, 2. Aufl. 1999, §§ 63-68, demnächst 3. Aufl. §§ 62-67;
Peter Krämer, Kirchenrecht I. Wort - Sakrament - Charisma, Stuttgart 1992 (Kohlhammer Studienbücher Theologie 24,1), 12-62.

Anrechenbar für:
für 011 (15W) FTH 13, Master RW M7, auslaufende Studienpläne: für 011 (08W, 11W) "Kirchliches Verkündigungsrecht" D16.

Erscheint im Vorlesungsverzeichnis unter:
FTH 13 Grundkurs Kirchenrecht;
D16 Kirchliches Verkündigungsrecht.

 

010032 VO - Geschichte des kirchlichen Eherechts
3 ECTS, 2 SemStd
Prüfungsimmanent: nein - Unterrichtssprache: Deutsch

Diese Vorlesung findet sich auch auf der Lernplattform moodle

Erster Termin: 02.03.2017, Letzter Termin: 22.06.2017

Termine:
DO wtl. vom 02.03.2017 15.00-16.30 Ort: Hörsaal 48  Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8;

Inhalte:
Seit ihren Anfängen hat die Kirche in verschiedener Weise versucht, die Rahmenbedingungen für das Zusammenleben von Mann und Frau in der Ehe so zu gestalten, daß die von Jesus geforderte Unauflöslichkeit der Ehe zur Durchsetzung kommen konnte. Welcher – auch rechtlichen – Mittel hat sich die Kirche hierbei bedient? Welches Bild vom Verhältnis der Geschlechter zueinander und welche Auffassung von Ehe und Ehelosigkeit stand im Hintergrund dieser Bemühungen? Welche Einflüsse haben auf die Entwicklungen innerhalb der Kirche eingewirkt und hat das kanonische Recht seinerseits einen Einfluß auf das weltliche Recht ausgeübt? Anhand dieser speziellen Thematik soll versucht werden, einen Einblick in die Geschichte des kanonischen Rechts zu gewinnen. Hierbei wird der Schwerpunkt im Zeitraum von der Alten Kirche bis zum Konzil von Trient liegen.
 
Methode:
Vorlesung mit ausführlicher Möglichkeit zu Rückfragen und Diskussion; zu jeder Vorlesung werden Arbeitsblätter mit thematischer Übersicht und bibliographischen Hinweisen ausgeteilt.    

Literatur:
Hans Erich Feine, Kirchliche Rechtsgeschichte. Die Katholische Kirche, 5. Aufl., Köln - Wien 1972;
Willibald M. Plöchl, Geschichte des Kirchenrechts, Wien - München, I: 2. Aufl. 1960;
II: 2. Aufl. 1962;
III: 2. Aufl. 1950;
IV: 1966;
V: 1969;
Joseph Freisen, Geschichte des kanonischen Eherechts bis zum Verfall der Glossenliteratur, Tübingen 1888, 2. Auflage 1893 (z. T. veraltet);
Jean Gaudemet, Le mariage en Occident, Paris 1987
Link Christoph, Kirchliche Rechtsgeschichte. Kirche, Staat und Recht in der europäischen Geschichte von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert, 3. Aufl., München 2016


Anrechenbar für:
193 055 UF (15W) RK 14; 066 795 MTS (15W) M 3; 066 800 MA RW M 7; für 780 Doktorat und 794 145 011 PhD-Studium nach Vorgabe des jeweiligen Curriculums und Rücksprache mit Betreuer/in möglich,  für auslaufende Studienpläne 011 (11W) WM I, WM II, (freies) Wahlfach für 020.

Erscheint im Vorlesungsverzeichnis unter:
3. Lehrveranstaltungen insbesondere für Doktoratsstudierende;
7. Religionenrecht;
Lehrveranstaltungen des PhD-Studiums;
M3 theologische Vertiefung und Spezialisierung;
RK 14 Wahlbereich für Studierende des Lehramts;
Wahlfächer und freie Wahlfächer;
WM I Pflichtmodul Individuelle Vertiefung I;
WM II Pflichtmodul Individuelle Vertiefung II.

 

010086 FS - Kirchliches Hochschulrecht und Priesterausbildung
6 ECTS, 2 SemStd
Prüfungsimmanent: ja - Unterrichtssprache: Deutsch

Erster Termin: 01.03.2017, letzter Termin: 28.06.2017

Termine:
MI wtl von 01.03.2017 bis 28.06.2017 11.30-13.00 Ort: Seminarraum 3 (Kath) Schenkenstraße EG

Die Lehrveranstaltung erfolgt in deutscher Sprache; Referate können evtl. auch auf englisch oder italienisch gehalten werden.

Ziele:
Erwerb von grundlegenden Kenntnissen des kirchlichen Hochschulrechts. Befähigung zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit einem kirchenrechtlichen Spezialgebiet einschließlich der wissenschaftlichen Darstellung und Würdigung kanonistischer Fragen in kurzgefaßter Form.
 
Inhalte:
Die Priesterausbildung erfolgt in den drei Bereichen geistliche Bildung, wissenschaftliches Studium und Vorbereitung auf die praktische Ausübung der Seelsorge. Als Bildungseinrichtungen für das wissenschaftliche Studium in Philosophie und Theologie stehen sowohl kirchliche als auch staatliche Hochschulen mit entsprechenden Fakultäten zur Verfügung. Neben den Grundvorgaben des Codex Iuris Canonici ist diese Materie in der nach der Apostolischen Konstitution "Sapientia christiana" bezeichneten Sondergesetzgebung über das kirchliche Hochschulrecht von 1979 und in der einschlägigen Folgegesetzgebung umfassend geregelt. Sofern das Theologiestudium an katholisch-theologischen Fakultäten staatlicher Universitäten erfolgt, beruht dieses auf konkordatären Vereinbarungen zur Gewährleistung der wissenschaftlichen Priesterausbildung. Nicht nur im Zuge des sog. "Bologna-Prozesses", sondern auch aufgrund anderer Veränderungen und universitärer Adaptierungsvorhaben bezüglich Organisation, Personalbesetzung, Forschung, Lehre und Graduierung ergeben sich immer wieder Fragen und Problemstellungen, die in Übereinstimmung mit dem konkordatär garantierten kirchlichen Hochschulrecht zu lösen sind bzw. in diesem Seminar thematisiert werden sollen.

Methode:
Sowohl selbständige Bearbeitung von Referatsthemen als auch deren gemeinsame Erarbeitung und Diskussion.

Literatur:
Marcus Nelles, Art. Hochschulen, kirchliche Hochschulen, in: LexKR (2004), Sp. 393-395;
Aymans/Mörsdorf, Kanonisches Recht, III (2007), S. 121-162;
Heribert Schmitz, Katholische Theologie und Kirchliches Hochschulrecht. Kommentar zu den Akkomodationsdekreten zur Apostolischen Konstitution "Sapientia Christiana". Dokumentation der kirchlichen Rechtsnormen (= Arbeitshilfen 100), hrsg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, 1. Aufl., Bonn 1992 (mit Akkomodationsdekret für die Katholisch-Theologischen Fakultäten in Österreich);
Heribert Schmitz/Ulrich Rhode, Katholische Theologie und Kirchliches Hochschulrecht. Eine Einführung und Dokumentation der kirchlichen Rechtsnormen (= Arbeitshilfen 100), hrsg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, 2. Aufl., Bonn 2011;
Zenon Grocholewski/Friedrich Bechina/Ludger Müller/Martin Krutzler (Hrsg.), Katholisch-Theologische Fakultäten zwischen "Autonomie" der Universität und kirchlicher Bindung, Heiligenkreuz 2013;
Rüdiger Althaus, Die Aus- und Fortbildung der Kleriker, in: HdbkathKR, 3. Aufl. (2015), § 23, S. 372-387;
Ulrich Rhode, Die Hochschulen, in: HdbkathKR, 3. Aufl. (2015), § 70, S. 1049-1085;
Ulrich Rhode, Kirchenrecht, Stuttgart 2015, S. 171-177.

Anrechenbar für:
für Doktorats-/PhD- Studien,  für 011 (15W) FTH 17 oder FTH 26,  196 055 MA UF RK 02 oder RK 05, 066 796  MRP 9 ; auslaufende Studienpläne: für 011 (08W, 11W) D31 oder DAM, für 066 793 MAM, Fächerkontingentseminar 3 oder (freies) Wahlfach für 020.

Erscheint im Vorlesungsverzeichnis unter:
MAM Master-Modul;
D31 Seminare zur philosophischen und theologischen Vertiefung;
Lehrveranstaltungen des PhD-Studiums;
Seminare;
MRP 09 Mastermodul;
m) Fachbereich Kirchenrecht;
2. Seminare;
3. Lehrveranstaltungen insbesondere für Doktoratsstudierende;
Lehrveranstaltungen des PhD-Studiums;
DAM Diplomarbeitsmodul;
UF MA RK 02 Pflichtmodul Vertiefung Katholische Religion II;
UF MA RK 05 Masterseminar (bei Anfertigung der Masterarbeit im UF Katholische Religion).
 

Anmeldung von Montag, 06.02.2017 10:00 bis Donnerstag, 09.03.2017 10:00
Abmeldung bis Freitag, 31.03.2017 23:59

 

010097 SE - Rechtsschutz in der Kirche
5 ECTS, 2 SemStd
Prüfungsimmanent: ja - Unterrichtssprache: Deutsch

Erster Termin: 02.03.2017, letzter Termin: 22.06.2017

Termine:
DO wtl von 02.03.2017 bis 22.06.2017 11.30-13.00 Ort: Seminarraum 2 (Kath) Schenkenstraße EG 

Die Lehrveranstaltung erfolgt in deutscher Sprache; Referate können evtl. auch auf englisch oder italienisch gehalten werden. 

Ziele:
Erwerb von grundlegenden Kenntnissen über Rechtsinstitute zum Schutz vor fragwürdiger Rechtsanwendung. Befähigung zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung einschließlich der wissenschaftlichen Darstellung und Würdigung kanonistischer Fragen in kurzgefaßter Form.
 
Inhalte:
Das Thema "Rechtsschutz in der Kirche" ist vor dem Hintergrund dessen, was mit kirchlicher Rechtskultur beschrieben wird und vor allem im Zusammenhang mit der Rechtsanwendung durch kirchliche Leitungsorgane in den Blick zu nehmen. Auch der Gesichtspunkt der Rechtssicherheit darf dabei nicht unberücksichtigt bleiben. Eine grundlegende Bestimmung für den Rechtsschutz in der Kirche ist c. 221 § 1 CIC. Demnach steht es den Gläubigen zu, "ihre Rechte, die sie in der Kirche besitzen, rechtmäßig geltend zu machen und sie nach Maßgabe des Rechts vor der zuständigen kirchlichen Behörde zu verteidigen." Verschiedenen Problemanzeigen ist zu entnehmen, daß es in puncto Rechtsschutz, Rechtskultur und Rechtssicherheit in der Kirche aus kirchenrechtswissenschaftlicher Sicht mitunter manches zu beanstanden gibt.
 
Methode:
Sowohl selbständige Bearbeitung von Referatsthemen als auch deren gemeinsame Erarbeitung und Diskussion. Sowohl selbständige Bearbeitung von Referatsthemen als auch deren gemeinsame Erarbeitung und Diskussion.    

Literatur:
Georg May/Anna Egler, Einführung in die kirchenrechtliche Methode, Regensburg 1986;
Aymans/Mörsdorf, KanR II (1997), S. 90-125;
Aymans/Mörsdorf/Müller, Kanonisches Recht IV (2013), S. 250-608;
Ilona Riedel-Spangenberger, Art. Rechtsschutz. II. Kath., in: LKStKR 3 (2004), S. 373-375;
Ilona Riedel-Spangenberger (Hrsg.), Rechtskultur in der Diözese. Grundlagen und Perspektiven (= QD 219), Freiburg 2006;
Ulrich Rhode, Art. Rechtssicherheit, in: LKStKR 3 (2004), S. 378 f.;
Thomas Schüller, Kirchliche Rechtskultur, in: "Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch". Argumente zum Memorandum, hrsg. v. M. Heimbach-Steins, G. Kruip, S. Wendel, Freiburg 2011, S. 224-229.    

Anrechenbar für:
für 011 (15W) FTH 17 oder FTH 26, 193 055 BA UF RK 16, 196 055 MA UF RK 02 oder RK 05, 033 195 (15W) BAM 13, 066 796  MRP 9, für 800: M21; für 780; für 080; für 794 145 011 auslaufende Studienpläne: für 011 (11W) : WM I, D31, WM II, DAM für 195: BAM 13; für Master RP: MAM; , für 020 Seminar oder (freies) Wahlfach.  

Erscheint im Vorlesungsverzeichnis unter:
BAM 13 Bachelormodul;
UF MA RK 05 Masterseminar (bei Anfertigung der Masterarbeit im UF Katholische Religion);
BAM 13 Bachelormodul;
RK 16 Bachelormodul;
BAM 13 Bachelormodul;
MRP 09 Mastermodul;
UF MA RK 02 Pflichtmodul Vertiefung Katholische Religion II;
Seminare;
DAM Diplomarbeitsmodul;
D31 Seminare zur philosophischen und theologischen Vertiefung;
2. Seminare;
m) Fachbereich Kirchenrecht;
M21: Vertiefende Teildisziplin;  

Anmeldung von Montag, 06.02.2017 10:00 bis Donnerstag, 09.03.2017 10:00
Abmeldung bis Freitag, 31.03.2017 23:59